Von der Macht zur Freiheit – ein Intro zur Aktionsforschung Linz

Das Intro zum Aktionsforschungsworkshop „Freiheit braucht (In)Toleranz“ am 24.04.2018 von Doris Formann mit einem Blick auf die Hintergründe und die Entwicklung der Aktionsforschung Linz.

Shownotes:

  • Herzlich Willkommen zum Aktionsforschungsworkshop „Freiheit braucht (In)Toleranz!?“
  • Einladung in Begegnung und Auseinandersetzung dem Phänomen der Freiheit – verstanden als soziales Geschehen nicht nur in Organisationen, sondern in unterschiedlichsten Gruppen und vor allem auch bei der Gestaltung öffentlicher Räume – nachzugehen.
  • Basis für unseren Workshop ist ein Text zum Thema Toleranz von Rainer Forst (Forst, Rainer: Toleranz. In: Kirloskar-Steinbach, Monika / Dharampal-Frick, Gita / Friele, Minou (Hrsg.): Die Interkulturalitätsdebatte – Leit- und Streitbegriffe. Freiburg, München: Karl Alber 2012, Seite 231-235.)
  • Zur Orientierung: wie sind wir hier gelandet? Das Überthema „Wohin wandert die Macht?“ beschäftigt uns seit fast zehn Jahren. Wir haben im Zuge der damaligen gesellschaftlichen Situation bzw. der gesellschaftspolitischen Veränderungen
    begonnen, uns mit dem Thema Macht, konkret mit der Frage „Wohin wandert die Macht?“ und wie geht das auch mit partizipativen gesellschaftlichen Prozessen zusammen, auseinanderzusetzen. Die Idee, die wir verfolgt haben, war, Settings bzw. Räume zu kreieren, wo Diskussion und Auseinandersetzung mit Macht und Partizipation möglich ist.
  • Wer ist „wir“? Wir sind eine interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe von Menschen, die an dem Thema interessiert sind. Wir eine Gruppe von Beraterinnen und Beratern, wir sind Forscherinnen und Forscher sowie auch eine Gruppe von InteressenvertreterInnen, die sich ebenfalls aus einer speziellen Perspektive mit dem Thema beschäftigen.
  • Im Zuge dieser immer konkreter werdenden Auseinandersetzung wurde im Jahr 2012 das erste Aktionsforschungsseminar konzipiert und durchgeführt, aus dem in weiterer Folge ein Veranstaltungszyklus geworden ist. Mittlerweile findet das Aktionsforschungsseminar zum vierten Mal statt.
  • Die bisherigen Themen, die mit Macht 2012 beginnend immer aus den vorangegangenen Aktionsforschungsseminaren abgeleitet und unter Einbindung weiterer Interessierter entwickelt wurden: Partizipation/Kooperation (2014), Zugehörigkeit (2016), Freiheit (2018).
  • 2016 ist erstmals ein Aktionsforschungsworkshop entstanden wie wir ihn aktuell mit „Freiheit braucht (In)Toleranz“ durchführen, bei dem wir versucht haben über eine textbasierte Diskussion in kurzen Workshops zusätzliche Inhalte zu generieren und zusätzliche Beteiligte, die sich für das Thema interessieren, zu gewinnen.
  • 2018 steht das Thema Freiheit im Mittelpunkt. „Freiheit sichten!“
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„Freiheit Macht Gefühle“: Rückblick auf die erste Erkundung

Die Möglichkeiten zu entscheiden, wer man sein will und wie man leben möchte, haben für viele Personen zugenommen. Individualisierung und Selbstverantwortung sind gängige Begriffe geworden. In dieser Debatte rückt das soziale Moment, die Angewiesenheit und Rückbezogenheit auf andere in den Hintergrund.

Unter dem Titel „Freiheit Macht Gefühle – zur Gestaltung öffentlicher Räume in einer pluralen Gesellschaft“ sind wir bereits im November 2017 in Begegnung und Auseinandersetzung gegangen. Ausgangspunkt war die Frage der Freiheit als soziales Geschehen in Gruppen, Organisationen wie auch bei der Gestaltung öffentlicher Räume. Der Anstoß für die Gespräche war ein Text von Heinz Bude, der sich mit der Frage „Was für eine Gesellschaft wäre eine ‚inklusive Gesellschaft’?“ beschäftigt und zum Weiterdenken anstiftete.

Dokumentiert und erkundet: Weiterlesen

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Freiheit und (In)Toleranz: Dokumentation unserer Erkundung

Wenn Freiheit etwas ist, das wir wie selbstverständlich für uns in Anspruch nehmen, können wir angesichts aktueller Debatten nicht an der Frage vorbei, wer diesen Freiheitsraum ermöglicht und wodurch dieser gewährleistet wird; und vor allem, wie wir ihn bewahren.

Freiheit braucht (In)Toleranz!?

„Die wichtigste Lehre aus der Geschichte der Toleranz ist die, dass ohne solche Normen, die sich auf konfliktreichem Wege herausgebildet haben, ein faires Zusammenleben nicht möglich ist. Die entsprechenden Grundprinzipien, zu denen die Menschenrechte zählen, ‚gehören‘ somit keiner Religion oder Kultur; sie sind vielmehr die moralische Errungenschaft, die aus dem Streit derselben hervorgegangen ist. Dies ist die entscheidende reflexive Lehre für alle Beteiligten.“ (Forst, Rainer: Toleranz. In: Kirloskar-Steinbach, Monika / Dharampal-Frick, Gita / Friele, Minou [Hrsg.]: Die Interkulturalitätsdebatte – Leit- und Streitbegriffe. Freiburg, München 2012: Karl Alber, Seite 231-235, Seite 234.)

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Freiheit braucht (In)Toleranz!?

„Freiheit braucht (In)Toleranz!?“
Nachdenken über die Bewahrung der Freiheit und ihre Ermöglichung

Aktionsforschungsworkshop am 24. April 2018 von 10:00 bis 13:00 Uhr
PROGES, Fabrikstraße 32, 4020 Linz

Wenn Freiheit etwas ist, das wir wie selbstverständlich für uns in Anspruch nehmen, können wir angesichts aktueller Debatten nicht an der Frage vorbei, wer diesen Freiheitsraum ermöglicht und wodurch dieser gewährleistet wird; und vor allem, wie wir ihn bewahren.

Wir laden ein, in Begegnung und Auseinandersetzung dem Phänomen der Freiheit als soziales Geschehen in Gruppen, Organisationen wie auch bei der Gestaltung öffentlicher Räume nachzugehen.
Basis für das Gespräch ist ein kurzer Text zum Thema Toleranz, der zum Weiterdenken anregt und zu einer gemeinsamen Auseinandersetzung anstiftet:

Forst, Rainer (2012): Toleranz. In: Kirloskar-Steinbach, Monika / Dharampal-Frick, Gita / Friele, Minou (Hrsg.): Die Interkulturalitätsdebatte – Leit- und Streitbegriffe. Freiburg, München: Karl Alber, Seite 231-235.

Der Text wird nach Anmeldung zur Teilnahme am Workshop zugesandt. Wer schon einmal nachschlagen möchte, findet einen ähnlichen Text von Rainer Forst unter folgendem Link: Weiterlesen

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Freiheit sichten! Aktionsforschung zu Macht und Partizipation

Workshops
am 21. November 2017 und
24. April 2018 / PROGES Linz

Aktionsforschungsseminar
von 25. bis 29. Juni 2018 / LFI Linz Austria

Post-Lecture
am 11. September 2018 / PROGES Linz

Die Fragestellung

Das Ideal des selbstbestimmten Lebens hat sich mehr oder weniger unbemerkt in eines verwandelt, das Freiheit im Kern als Freiheit von Bindungen und Zugehörigkeiten begreift. Jede und jeder ist für das eigene Leben, den Erfolg oder Misserfolg selbst verantwortlich geworden.

Losgelöst aus Abhängigkeiten und auf dem Weg von der Selbstbestimmung zur Selbstoptimierung geraten die Angewiesenheit und Rückbezogenheit auf andere
aus dem Blick. Das Verhältnis Individuum und Gruppe, Gruppen und Gesellschaft wie auch die Bedeutung von Bindungen für die Freiheit bedürfen einer neuen Auseinandersetzung.

➔ Wie viel Freiheit – für uns und für andere – ist uns zumutbar, wie viel Bindung notwendig?
➔ Wie organisieren wir Freiheit?
➔ Wie wird Freiheit in Gruppen, Organisationen und in der Gesellschaft (aus)verhandelt?
➔ Wer spricht von Freiheit und zu welchem Zweck?

Zielsetzungen Weiterlesen

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Partizipative Gesundheitsforschung

Eindrücke von der Tagung der CARN D.A.CH in Linz und der Berliner Werkstatt Partizipative Forschung

Doris Formann, Markus Peböck

Das Seminarkonzept der „Aktionsforschung Linz“ ist partizipativ angelegt. Die partizipative Sozialforschung hat nach Hella von Unger drei große Ansätze:[1]

  1. Die Aktionsforschung nach Kurt Lewin, bei der es vorrangig um Fragestellungen zu Gruppenbeziehungen und Demokratisierungsprozessen geht.
  2. Die Praxisforschung bzw. partizipative Evaluation wird vorrangig im Sozialbereich, den Erziehungswissenschaften und der Psychologie eingesetzt. Dabei werden verschiedene Formen der anwendungsorientierten Forschung bzw. Kooperationen von Fachkräften und WissenschafterInnen umgesetzt.
  3. Die Community-basierte partizipative Forschung, die vorrangig im Gesundheitsbereich stattfindet, verfolgt die Absicht, in und mit Communities die Ursachen von Gesundheitsproblemen zu erforschen und Handlungsstrategien zu entwickeln.

Die Tagung der CARN D.A.CH, des deutschsprachigen Ablegers des Collaborative Action Research Networks, fand am 13. und 14. Jänner 2017 an der Pädagogischen Hochschule in Linz statt. Inhaltlicher Schwerpunkt waren Lesson Studies. Lesson Studies sind eine sehr beliebte Form der partizipativen Arbeit im pädagogischen Setting, eine Form der Unterrichtsentwicklung, bei der die SchülerInnen beobachtet und interviewt werden, um so den Unterricht zu verbessern und weiterzuentwickeln.[2]

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Zur Praxis der Veränderung: Variationen der Aktionsforschung im Feld

Andrea Tippe

Aktionsforschung schließt eine unüberwindbar scheinende Kluft zwischen Forschen und Verändern, Theorie und Praxis, sozialen „AkteurInnen“ und „ForscherInnen“. Der Aktionsforschungsansatz nach Kurt Lewin bietet für diese partizipative Praxis mehr denn je eine brauchbare Grundlage. Sein Leitsatz „Betroffene zu Beteiligten machen“ ermöglichte einen Paradigmenwechsel in vielen (Wissenschafts-)Bereichen, insbesondere für die Rollengestaltung der Forschenden/Beratenden selbst, die dadurch teilnehmende PartnerInnen im Prozess wurden (Tippe 2015, S. 13).

Wer forscht?

Die doppelten Zielsetzung der Aktionsforschung, „Forschung“ und „Veränderung“, hat methodische Kritik, aber auch immer wieder Weiterentwicklungen des Ansatzes hervorgebracht. Welche Fragestellungen und Forschungsmethoden sind in dieser Form der Zusammenarbeit angemessen umsetzbar? Weiterlesen

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WER, wenn nicht WIR?! Das Aktionsforschungsseminar 2016 – eine Replik

WER, wenn nicht WIR?! Zugehörigkeit – Macht – Partizipation
Replik auf das Aktionsforschungsseminar 2016 von Andrea Tippe

Rund 20 SeminarteilnehmerInnen, vier KooperateurInnen und fünf GruppendynamiktrainerInnen gestalteten die gruppendynamische Forschungswerkstatt im September 2016 in Linz. Die leitenden Fragen waren:

  • Wie werden in der sozialen Navigation unterschiedlichster Zugehörigkeiten Freiräume ausgelotet und behauptet?
  • Wo und wie entstehen Konflikte zwischen unterschiedlichen Zugehörigkeiten?
  • Wie wird in einem „neuen Raum“ Zugehörigkeit kreiert?
  • Mit wem möchte man ein gefühltes Wir erreichen? Und wenn „wir“ es wollen, wie können wir dies?

Schon in den vorbereitenden Aktionsforschungsworkshops im Frühjahr 2016, bei denen mit Texten von Cornelia Edding („Wann helfen wir einander? Befunde zur Bedeutung der Gruppenzugehörigkeit“) und Joanna Pfaff-Czarnecka („Zugehörigkeit heute“) gearbeitet wurde, sind Dimensionen der Zugehörigkeit diskutiert worden. Im Aktionsforschungsseminar kamen spannende Aspekte und Impulse zu Tage, die hier aus subjektiver Sicht zur Verfügung gestellt werden: Weiterlesen

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Wer, wenn nicht WIR? Begegnungen und Sehnsucht nach Zugehörigkeit

Ein Aktionsforschungsseminar zu Macht und Partizipation

Aktionsforschungsseminar ZugehörigkeitZugehörigkeit und Partizipation

Die Zugehörigkeit von Personen in unterschiedlichen sozialen Räumen ist eine wichtige Voraussetzung für Entwicklung: neues Wissen fließt ein und neue Begegnungsformen können entstehen. Dabei werden Dimensionen der Zugehörigkeit gefühlt, ersehnt, verteidigt und durch Begegnung herausgefordert.

Wie werden in der sozialen Navigation unterschiedlichster Zugehörigkeiten Freiräume ausgelotet und behauptet?

Wo und wie entstehen Konflikte zwischen unterschiedlichen Zugehörigkeiten? Wie wird in einem „neuen Raum“ Zugehörigkeit kreiert?

Mit wem möchte man ein gefühltes Wir erreichen? Und wenn „wir“ es wollen, wie können wir dies?
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Aktionsforschungsworkshop „Praxis der Zugehörigkeit“

Wir starten in die nächste Runde!

Mit dem Aktionsfoschungsworkshop „Praxis der Zugehörigkeit – wie wir uns begegnen“

am 13. Oktober 2015 von 10.00 bis 13.00 Uhr,
im LFI, Auf der Gugl 3, 4020 Linz – Seminarraum 0052

starten wir in die nächste Runde unserer intensiven Beschäftigung mit aktuellen Themenstellungen auf der Basis von Ansätzen der Aktionsforschung und Gruppendynamik.

Programm: Weiterlesen

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